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Die von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vertretene Auffassung, das Fach Wirtschaft müsse fest im deutschen Schulsystem verankert werden, ist durch die seit 1985 in Niedersachsen regelmäßig durchgeführten MIG-Spiele schon ein Stück verwirklicht. Die fünf Tage dauernden MIGs sollen nämlich Schülerinnen und Schülern hauptsächlich des Sekundarbereichs II ermöglichen, praktische Einblicke in unternehmerisches Handeln zu gewinnen und ihr ökonomisches Grundwissen zu erweitern.
Hierzu verlassen die Schülerinnen und Schüler für eine Woche ihre schulische Umgebung, um sich in einem auf Vermittlung des Arbeitgeberverbandes ausgewählten Betrieb von Praktikern aus Wirtschaft und Verwaltung über verschiedene ökonomische Bereiche zu informieren.
Auf dem "Stundenplan" stehen z.B. Vorträge zu den Themen:
- Unternehmensziele und Unternehmensorganisation
- Bilanz und Erfolgsrechnung, Gewinn und Liquidität
- Marketing, Marktbearbeitung und Werbung
- Personalwesen und Arbeitsrecht
- Grundlagen der Sozialversicherung
- Wirtschaft und Umwelt
- Volkswirtschaftliche Einflussgrößen
- Aktien und Börse
- Forschung und Entwicklung/Qualitätssicherung
Bevor dann die MIG-Spieler ihren Arbeitstag beenden dürfen, gilt es, das Gelernte für das eigene virtuelle Unternehmen nutzbar zu machen: Ein von der Universität St. Gallen speziell für die MIG-Spiele entwickeltes PC-Programm wertet die Unternehmenspolitik der "Vorstände" aus, ein ausführlicher simulierter Jahresbericht signalisiert den Schülern, ob ihre Entscheidungen zu den Tops oder Flops gehören.
Spannend wird es dann am vierten Tag: Hier stellen die Schüler, eingeteilt in drei miteinander konkurrierende Firmen, eine technische Neuentwicklung vor. Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Schulen versuchen als Kaufinteressenten die günstigsten Liefer- und Zahlungskonditionen zu bekommen, während die Firmen ihr Produkt selbstverständlich in möglichst hoher Stückzahl auf den Markt bringen wollen. Es geht also zu wie im richtigen Leben.
Seinen Abschluss findet das MIG-Spiel dann am letzten Tag mit den Hauptversammlungen der MIG-Aktiengesellschaften, in denen die Geschäftspolitik und -ergebnisse noch einmal mit kritischer Lupe betrachtet werden.
Für die an den MIGs beteiligten Unternehmen lohnen sich die Spiele in vielfacher Hinsicht, bieten sie doch die Möglichkeit, schon heute mit dem Nachwuchs von morgen zu kommunizieren, ihn über die aktuellen Anforderungen zu informieren und sich als kompetenter Ausbildungsbetrieb oder Arbeitgeber zu präsentieren.
In der Region Weser-Ems werden jährlich bis zu 25 MIG-Spiele durchgeführt, eine Zahl, die das starke Interesse der Schulen an praxisnaher Information aus der Wirtschaft eindrucksvoll bestätigt.
Bei Interesse an den MIG-Spielen wenden Sie sich bitte an:
Dirk Heitkoetter, Geschäftsführer
Telefon: (0441) 2 10 27-11
dirk.heitkoetter@agv-oldenburg.de
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